Wenn einer eine Transformationsreise tut

Posted by on Nov 12, 2018 in change, Digitale Transformation | One Comment

„Zuerst ist unser Vorstand ins Silicon Valley gefahren…“ Wie oft erzählten uns Kunden in den letzten Jahren von diesem Auftakt der Transformationsreise ihres Unternehmens. „Digital Journeys“ sind gewiss nicht neu – und sie sind eben genau nicht digital. Spezialisierte Reiseveranstalter bringen mittlerweile Vorstände und Top Führungskräfte ins Silicon Valley zu den #GAFA, zu Google, Amazon, Facebook und Apple. Für die mittlere Führungsebene geht es dann nach London oder Tel Aviv. Und wer die Inspiration hierzulande sucht, findet sie nicht nur in der Startup Szene Berlins, sondern oft auch vor Ort in OWL – man muss oft nur einen Schritt aus den gewohnten Mauern heraustreten und die Augen offen halten.

Auch wir glauben, dass Reisen bildet. Wir haben diverse Lernreisen organisiert, waren Teil von Lernerfahrungen  – ab und zu durften wir unsere Erfahrung teilen wie bei Bosch oder der Sparkassen Learning Journey des DSV. Ähnlich wie bei Reisen in der physischen Welt glauben wir allerdings, dass eine Reise nur dann bildet, wenn man miteinander redet, wenn es zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen kommt, und wenn die Weiterverarbeitung der Reiseerlebnisse gesichert ist.

Das bedeutet nicht, dass wir Safaris nicht schätzen, oder dass auch eine Kreuzfahrt in einem stählernen Käfig mit gelegentlichem Landgang Spaß machen kann. Aber das hat dann wenig mit Weiterentwicklung zu tun, sondern mit Berieselung. Man schaut sich die Tiere im Reservat an, staunt über Venedigs Brücken – aber von der Serengeti oder der italienischen Lebensart lernt man dabei nicht viel.

Lernreisen gehören zu den Bausteinen der kulturellen Transformation in unseren Transformationsprojekten. Ebenso wie „Brownbag Meetings“, die auch gerne als „Digital Breakfast“, „Pizza Connection“ oder „Lunchtime“ daherkommen, sorgen sie für Belüftung umgekippter stehender Gewässer. Um im Bild zu bleiben: Es braucht auch diese Form von Zwangsbelüftung, damit das Ökosystem Unternehmen wieder lebendig wird. In der Reihenbestuhlung deutscher Firmen-Akademien kann diese Lebendigkeit nicht erzeugt werden, das ist mittlerweile den Change Praktikern klar. Was aber oft zu kurz kommt, ist die Vernetzung und Interaktion – und der Transfer in den Alltag, die Begleitung der Reisenden zurück im Arbeitsumfeld.

Lernen – und alle daran teilhaben lassen

Unser Kunde, die Vinci Energies, ist nun mit uns einen Schritt weitergegangen. Nicht nur, dass wir eher eine Wanderung mit offenem Ziel als eine Reise angetreten haben. Wir wollten nicht nur gemeinsam lernen von und mit unseren Gastgebern, wir wollten den Lernprozess auch transparent machen, offen Lernerfahrungen teilen mit interessierten Menschen. Dazu gehört Mut, denn auf diese Weise wird sichtbar gegenüber den Kollegen, Mitarbeitern, Chefs, auch gegenüber Kunden, Lieferanten und Partnern: Auch wir wissen nicht alles. Aber wir machen uns mal auf den Weg. Und ihr könnt uns dabei begleiten.

Begleitet hat uns daher ein Audiograf. Ingo Stoll, seines Zeichens Podcaster und bekannt durch seinen „Masters of Transformation“ Podcast, zeichnete ein Bild der Reise – und zwar nicht mit Kohle und Papier, nicht als Sketchnoter oder Graphic Recorder, sondern mit dem Mikrofon.

Entstanden ist ein Ton-Dokument, welches den Weg über die verschiedensten Stationen dieser Lernreise dokumentiert. Für alle zum Mithören, mit oft erstaunlichen Erkenntnissen.

Den ersten Teil der Reise gibt jetzt zu hören unter http://www.masters-of-transformation.org/motcast/071/

Der zweite Teil der Lernreise findet sich ab 24.11.2018 hier: http://www.masters-of-transformation.org/motcast/072/

Unser Dank gilt nicht nur dem Audiografen, der die Reise wunderbar eingefangen hat, sondern wie immer auch unseren Gastgebern, diesmal Matthias Meifert und Jan C. Weilbacher von HRPepper, Johannes Buhr und Sven Rebbert von der Axel Springer SE, Joachim Landow von der Hanseatic Bank, Dr. Daniel Mühlbauer von functionHR, Ronny & Robert von Siemens und Anna Kaiser, Birte und Steffen Welsch von Tandemploy – und ganz besonders den Teilnehmern der Reise, die durch ihren Mut, die Lernreise öffentlich zu machen, dieses Tondokument möglich gemacht haben.

 

Nachtrag:

Ein sehr lesenswerter Beitrag von Moritz Meissner, Head of Digital Learning der Vinci Energies, zu der Lernreise: https://www.linkedin.com/pulse/you-fit-digital-transformation-moritz-meißner/

Zum Stöbern hier noch eine Reihe von Tweets aus zwei Tagen Digital Readiness Days:

 

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1 Comment

  1. Sabine Kluge (@netzabine)
    12. November 2018

    RT @alecmcint: Wenn einer eine Transformationsreise tut – #audiografie der #HR @VINCIEnergies Lernreise. Danke an @MoMeissn, aufgezeichnet…

    Reply

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