Quo Vadis: Die Enterprise Collaboration Strategie der IBM

Posted by on Jun 16, 2016 in IBM, IT Strategie | 10 Comments

Dion Hinchcliffe spricht mit Ed Brill über die Strategie der IBM im Bereich Enterprise Collaboration, die zersplitterte Tool-Landschaft, die Herausforderung durch innovative Startups und das Produktportfolio der IBM.

Dion: What else are you thinking about in terms of collaboration vision?

Ed: That’s there’s a lot of work ahead. There are a lot of tools in the environment today. I am drawing on my CIO experience here. The increasingly common business usage of apps like WhatsApp, WeChat, and Line goes to the point that people are going to use the app that best gets the job done. Right now, anybody can create a community on anything. That’s part of the future: Going beyond people doing work only on our platform where we can see it being done. The best a company can do now is catch on and provide the most popular tools. That’s because for many of us, a platform where everyone can do everything they need to do is simply not the world we live in yet.

Die große Frage aus Sicht der Unternehmen: Wird es überhaupt noch möglich sein, EINE Plattform für kollaborative Werkzeuge anzubieten? Bekommt man die Vielzahl der heute tatsächlich eingesetzten Werkzeuge (nicht nur die, die von IT zugelassen und erlaubt sind) unter einen Hut? Ist all die Anstrengung, die große Anbieter wie Microsoft und IBM in die Entwicklung ihrer Collaboration-Suites aka Enterprise Social Networking Plattformen gesteckt haben, die Mühe wert?

Der Charme der smarten kleinen Werkzeuge von Dropbox bis Slack kann nicht hinterherprogrammiert werden und „enterprise-ready“ als großes Plattform ausgerollt werden mit der Hoffnung, dass dann alle Schatten-Tools verschwinden. Die Realität hat die Plattform-Anbieter überholt. Vor einigen Jahren noch von der IT ausgelacht stehen die „Bring Your Own Application“ Ansätze vor der Tür. Ich erlebe das täglich sogar in sensiblen Industrien. Abteilungsleiter koordinieren ihren Außendienst wie selbstverständlich über WhatsApp (auch wenn sie genau wissen, dass sie es nicht dürfen), Entwicklungsteam steuern ihre Entwicklungsarbeit mit Slack (was sie ebenfalls nicht dürfen). Dateien werden selbstverständlich via Dropbox ausgetauscht mit externen Partnern, egal was IS und DS so sagen. Man kann die „unerlaubte Cloud Nutzung bei über 90% “ bejammern, man kann sie auch als Herausforderung zur Agilität sehen.

Sicher ist, dass die Flut der Werkzeuge kaum einzudämmen sein wird. Es erfreuen sich schon heute die Plattformen großer Beliebtheit, in die sich beliebige Dienste als Service einklinken lassen. Slack macht es vor, IBM macht es viel zu zaghaft nach mit einer Box-Integration. Aber keiner, auch nicht Slack, öffnet sich selbst – denn auch das ist nicht im Interesse der „führenden“ Anbieter: Selber nur ein Service im Ökosystem einer anderen Plattform zu werden.

-> ZDNet

 

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10 Comments

  1. Joachim Haydecker
    17. Juni 2016

    Ich bin bei entsprechenden Gesprächen in Unternehmen immer wieder überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird, dass es eine Entscheidungsinstanz gibt (meist gepaart mit einem „politischen“ Auswahlgremium, um Gestaltungswillen zu zeigen – aber meist ist die Entscheidung sowieso schon gefallen, da man mit Anbieter X oder Y schon verbandelt ist), die das zu bestimmen hat und die davon ausgeht, dass sich alle daran halten.

    Es ist nach wie vor eine „wir-hier-oben“ (wo auch immer das ist) Entscheidung, so wie sie seit Jahrzehnten üblich war. Nun stimmen die Anwender mit den Füßen ab. Warum? Weil sie es können!

    Die Zentralisten kann man mit ihren Vorstellungen und Gründen in vielen Punkten verstehen, aber auch diejenigen, die einfach das nächst beste Tool einsetzen wollen. Die Diskussionen werden mit zunehmender Vielfalt nicht einfacher werden.

    Ich habe in einem Unternehmen vor kurzen mit den TN ein großes Schaubild erstellt:
    – Was haben wir für Kommunikationswege? Und was tauschen wir darüber aus?
    – dann wurde gekennzeichnet, was muss intern bleiben, was darf über externe Systeme kommuniziert werden. Spannende Diskussion aus den verschiedenen Blickwinkeln. Vor allem, was ist intern (das hört bei der Abteilungsgrenze schon auf – sprich, die Kollegen aus der anderen Abteilung dürfen es nicht erfahren, bei gleichzeitiger Nutzung externer Dienste – das versuch mal sachlich auszudiskutieren 😉 )?
    – Was ist gesetzlich geregelt und was nicht? Was ist in den Köpfen verregelt und was nicht?

    Das Ergebnis wird aufbereitet, bereinigt, geprüft und an alle vermittelt. Nimmt den Druck von allen Seiten und eröffnet neue Freiräume für alle beteiligten.

    IBM hätte vor Jahren bereits die Möglichkeit mit Connections gehabt, ein entsprechend integriertes System zu entwickeln. Status-Updates, Profile und Communities sowie eine Art „Homepage“, in der man die Inhalte nach eigenen Anforderungen bereitstellen und aufbereiten kann, als Kern und drum herum über eine entsprechende (API-) Infrastruktur hätten Unternehmen und Entwickler sich ihr persönliches Ökosystem aufbauen können. Aber es ist leider nur Stückwerk geblieben.

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  2. Enterprise Collaboration Tools | holistic thinking
    17. Juni 2016

    […] Kluge hat in seinem Blog unter dem Titel Quo Vadis: Die Enterprise Collaboration Strategie der IBM seine Gedanken zu einem Interview, das Dion Hinchcliffe mit dem IBM Vice President, Product […]

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  3. Ray Weber (@ray_weber)
    20. Juni 2016

    Quo Vadis: Die Enterprise Collaboration Strategie der IBM https://t.co/LGCFcBJE10 #enterprise2.0 #feedly

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